Bitte nehmt diesen Artikel nicht zu ernst, alles nur dunkle Fantasien ( Ja, auch die sind erlaubt). Allen, die dunkle Krimis mögen, viel Spaß beim Lesen!
Jetzt:
Verdammte Scheiße, du verfluchtes Arschloch. Ich schlug mit meiner Faust auf das bereits blutige Gesicht ein. In dieser Sekunde erreichte mich eine Nachricht. Quentin und Dixie waren sicher in Thailand angekommen. Ich stand nun alleine über meinem Opfer und schlug erneut zu. Das Blut rann ihm über seine Mundwinkel. Seine längst gebrochene Nase, die nun noch kaputter war als zuvor, stand vollkommen verbogen nach links. Meine Maske, die Jo mir vorher runtergerissen hatte, hob ich nun auf, zog sie wieder an und fixierte Jo wieder an seinem Stuhl. Scheiße, scheiße, scheiße. Ich verzweifelte, fuck.

1 Monat zuvor:
Mit Dixie und Quentin saß ich wieder einmal am Esstisch in meiner Wohnung und wir beredeten unser gemeinsames Vorgehen. Da, wo wir jetzt fröhlich saßen und unser Vorgehen planten, würde in einem Monat unser Opfer Jo sitzen und gefoltert werden. Mich überkam langsam ein schlechtes Gewissen, jedoch verdrängte ich dieses und erinnerte mich an das Leid, das er mir zugefügt hatte. Er hatte mich gefeuert und mir meine Frau gestohlen, die nun fröhlich bei ihm lebte. Ich hasste ihn. Ich wollte ihn hassen.
Jetzt:
Mein Einweg-Handy begann zu vibrieren, Quentin rief an. Ich erzählte ihm, dass Jo mir meine Maske runtergerissen hatte, und was ich nun am besten tun sollte. Er atmete geräuschvoll ein, und schrie los. Du kleines, verdammtes Arschloch, du kriegst aber auch gar nichts auf die Reihe. Was ist so schwer daran, sich an den verdammten Plan zu halten, du bringst uns alle in Gefahr. Im Hintergrund hörte ich Dixie fragen, was los sei, bevor Quentin auflegte und mich alleine mit dieser verdammten Scheiße ließ. Ich setzte mich wieder an den Tisch, vergrub mein Gesicht in meinen Händen und dachte nach. Ich öffnete die unterste Schublade, in der sich ein Notizbuch befand, unser Plan.
Ich las ihn durch:
- Ausspionieren des Opfers mit gehackter Kamera in seinem Büro
- Nachbarn ausspionieren (Wochenplan aufstellen)
- Dixie bietet Jo One-Night-Stand in der Hütte im Wald an
- Betäuben mit Spritze
- wir schleppen Jo in das Haus von Guy (Keller)
- wir fixieren ihn an einen Stuhl
- wir foltern ihn, wenn er wach ist
- so den Code des Tresors herausfinden
- mit dem geklauten Geld untertauchen
Unter diesem Zettel befand sich ein ganzer Notizblock mit Unterlagen, auf denen alles beschrieben ist. Darauf standen alle Details des Plans, Zeichnungen von Häusern, dem Keller, in dem wir Jo nun gefangen hielten, die Wochenpläne von Jo und seinen Nachbarn und Fotos von allem Möglichen. Nun nahm ich ein Foto von Jo aus der Schublade, zerriss es und schmiss es in den Müll. Plötzlich wusste ich, was zu tun war, was ich tun musste, mir blieb keine Wahl. Ich musste ihn töten. Mir wurde schlecht bei dem Gedanken, auf einen wehrlosen, unbewaffneten, gefesselten Mann zu schießen, der eigentlich schon mehr gelitten hatte, als er sollte. Er hätte uns die ganze Zeit über nur den scheiß Tresorcode zu geben, und schon wäre er frei. Vielleicht wären ihm ein paar schlechte Erinnerungen und blaue Flecken geblieben, das wäre es gewesen. Da er aber ein scheiß Esel war, zu stur um uns den Code zu geben, hatte er nun ein blutiges Gesicht, eine aufgeschlitzte Haut, eine gebrochene Nase und ein paar gebrochene Rippen und zu allem Überfluss wusste er nun, wie ich aussah. Schlussendlich gab er doch nach.
Fortsetzung Folgt…